
Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.
5. Mose 26, 11
Freue Dich! Freue Dich an dem, was Gott Dir schenkt! Freu Dich, dass Gott Dich versorgt! Gott lässt Bäume blühen, Früchte wachsen, Getreide sprießen. Wir säen und pflügen, wir arbeiten und sorgen uns – doch dass etwas wächst, gedeiht und reift, ist nie selbstverständlich. „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land; doch Wachstum und Gedeihen liegt in des Himmels Hand“, singen wir. Dieses Vertrauen prägt auch den oben genannten Vers.
Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!
Offenbarung 21, 5
Eine der am meisten umkämpften Ressourcen unserer Zeit ist unsere Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit ist wertvoll, darum buhlen so viele um sie: die Sozialen Medien, das Smartphone, aber auch die Sorgen, Nöte, Ängste, Freuden und Glückseligkeiten des Lebens. Und: Was deine Aufmerksamkeit hat, hat dich – zumindest für den Moment, vielleicht auch länger. In dieses Ringen, in diesen täglichen Kampf um deine und meine Aufmerksamkeit ruft die Johannesoffenbarung einen Satz des lebendigen Gottes, die Jahreslosung für das Jahr 2026: „Siehe, ich mache alles neu!“
Das „Siehe“ dieses Satzes ist ein Ruf nach unserer Aufmerksamkeit, denn es sagt: „Sieh hin, schau her, schenk mir deine Aufmerksamkeit, richte deinen Blick auf das, was jetzt kommt!“ Genau 200mal steht dieser Ruf nach Aufmerksamkeit im Neuen Testament. Das erste „Siehe“ wird in Mt 1,20 gesprochen, als der Engel des Herrn dem Josef im Traum erscheint; das letzte „Siehe“ findet sich in Offb 22,12, wo es heißt: „Siehe, ich komme bald“. Das „Siehe“ der Jahreslosung ist das drittletzte der Bibel. Im vorletzten Kapitel der Johannesoffenbarung und kurz vor den letzten beiden „Siehe“-Rufen der Bibel (die sich beide ganz auf den kommenden Herrn ausrichten, siehe Offb 22,7 u. 12) also ein Ruf, auf das Neue zu sehen, das aus Gottes Hand kommt. Der baptistische Ausleger Adolf Pohl schreibt dazu in seinem Kommentar: „Er (Gott) beansprucht jetzt ausdrücklich Aufmerksamkeit für sich: Siehe! Er selbst ist die Quelle aller Hoffnung auf Neues. Bei ihm, nicht bei uns, nimmt es seinen Anfang.“

