Liebe Freunde und Geschwister

Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
2. Korinther 3, 17

Vor ein paar Monaten schlief ein Mann während einer Predigt ein und träumte vom Boxeraufstand in China. Im Traum wurde er gefangen genommen und zum Schafott geführt. In der Zwischenzeit bemerkte seine Frau, dass er eingenickt war. In dem Moment, als der Mann träumte, wie das Henkerbeil auf ihn niedersauste, gab ihm seine Frau mit ihrem Fächer einen Klaps auf den Nacken, um ihn aufzuwecken. Der Schock tötete den Mann auf der Stelle. Stimmt die Geschichte, oder nicht?

Es ist die gleiche Geschichte für jeden Leser, oder nicht? Nein. Es kommt sehr darauf an, wie jemand die Geschichte liest. Der eine liest die Geschichte und denkt sich nichts dabei. Ein anderer liest die gleiche Geschichte und weiß sofort, dass sie nicht wahr sein kann. So wie mit dieser Geschichte ist es auch mit dem Alten Testament. Juden und Christen lesen das Alte Testament total verschieden. Die sind so blind und schnallen es einfach nicht. Immer wenn aus den alten Schriften vorgelesen wird, kapieren sie nur Bahnhof. Dieses Tuch kann echt nur durch den Glauben an Jesus Christus weggenommen werden. Das ist ja bis heute noch so. Immer wenn aus dem Buch vom Mose vorgelesen wird, haben sie Tomaten auf den inneren Augen.(2. Kor 3, 14f Volxbibel) Das ist eine krasse Beschreibung dessen, worum es in dem Abschnitt geht. Der krasse Unterschied ist Jesus.

Die Juden lesen ihre Bibel ohne Jesus. Die Christen lesen ihre Bibel mit Jesus. Die Juden lesen von Geboten, Gesetzen, und Forderungen, die sie erfüllen müssen. Sie lesen ihre Bibel wie ich die Gebrauchsanweisung eines Airbus 380 lesen würde – ich wäre damit total überfordert. Christen dagegen lesen ihre Bibel mit dem Wissen: es gibt einen, der alle Anforderungen zum Fliegen eines A 380 erfüllt. Sie lesen ihre Bibel als Menschen, die durch Jesus frei sind vom Zwang, alle Gesetze und Gebote erfüllen zu müssen. Diese Freiheit meint Paulus wenn er schreibt: Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Christen lesen die Bibel mit einer Freiheit, die nur der Geist Gottes schenkt. Diese Freiheit, das Gesetz Gottes nicht erfüllen zu müssen, verdanken wir allein Jesus. Jesus hat diese Freiheit mit seinem Leben teuer bezahlt! Darum heißt es auch: Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. (Römer 6, 7f) An Tote werden keine Forderungen mehr gestellt.

Wie wäre das, wenn man nie wieder im Leben eine Rechnung bezahlen müsste? Was wäre das für ein Leben, wenn alle Rechnungen schon bezahlt wären?! Wer den Mut hat, das mit aller Konsequenz zu Ende zu denken, der weiß um den hohen Wert der Freiheit durch Jesus. Neben meinem Schreibtisch hängt eine Postkarte mit einem Zitat von Johann Amos Comenius. „Wer Gott von ganzem Herzen liebt, bedarf nicht ausführlicher Vorschriften, wann, wo, wie und wie oft er Gott dienen, ihn anbeten und lobpreisen solle, ...“ (Das Labyrinth der Welt und das Paradies des Herzens, 1631) Als Christ lebe ich nicht nach strengen Vorschriften, Gesetzen oder Regeln. Ich lebe mit dem Vertrauen auf Jesus, der am Kreuz gerufen hat: Es ist vollbracht.

Charles Kingsley sagt: „Es gibt zwei Arten von Freiheit – die falsche, wo ein Mensch frei ist zu tun, was immer er möchte; und die wahre, wo er frei ist, das zu tun, was er tun soll.“ Lasst uns in diesem Monat Gott oft danken für die Freiheit, mit Jesus zu leben und einen Platz im Himmel zu haben. Und lasst uns für Menschen beten, die die Bibel noch nicht als freie Menschen lesen.

Volkmar Janke

PS: Übrigens, wer im Gottesdienst einschläft, wild träumt und dann beim Aufwecken stirbt, wie soll er dann seinen Traum erzählt haben?

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