Jahreslosung 2019:

Suche Frieden und jage ihm nach.
(Psalm 34, 15)

Frieden ist nicht selbstverständlich. Wo Menschen in Frieden leben, da ist er stets bedroht. Die Ruhe des Friedens hat es schwer gegen den Lärm des Streites. Unfrieden oder gar Krieg können Menschen so unerträglich bedrohen, dass sie fliehen und alles zurücklassen müssen. Sie haben dann nur ein einziges Ziel: Das Leben in einem friedlichen Land unter Menschen, die ihnen mit Respekt und Gewaltfreiheit begegnen. Für die biblischen Texte ist Frieden dabei viel mehr als die menschliche Leistung zum guten Miteinander. Der Gedankengang des Psalmisten setzt mit einem viel grundsätzlicheren Aufruf ein (V. 12): „Kommt her, ihr Kinder, höret mir zu! Ich will euch die Furcht des Herrn lehren.“ Alles beginnt damit, Gott als Herrn anzuerkennen. Wie in den Zehn Geboten liegt das Fundament für die folgenden Anweisungen gleich am Anfang: „Ich bin der Herr, dein Gott.“ Alles Weitere folgt daraus.

Als sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut
(Matthäus 2, 10)

Ich freue mich, wenn ich nachts über dem Lichternebel von Berlin überhaupt ein paar Sterne sehen kann. Aber nur selten habe ich die Gelegenheit, den Sternenhimmel in seiner ganzen Großartigkeit zu betrachten, an einem Ort ohne störendes künstliches Licht und bei klarem Wetter. Und selbst dann sehe ich eigentlich nur wenig, denn ich weiß die Gestirne und ihre Formationen nicht zu unterscheiden. Das war in den Zeiten, als die Texte der Bibel entstanden, noch anders. Selbst einfache Bauern und Fischer kannten sich am Sternenhimmel gut aus. Sie konnten an den Sternen ablesen, wann die rechte Zeit für die Aussaat kommt oder wie man ein Boot wieder ans Ufer steuert. Die Erfahrung lehrte, dass man sich als Landwirt oder Seefahrer auf die Sterne verlassen konnte. Daher war es im Altertum ganz selbstverständlich, dass die Gelehrten über den Einfluss der Gestirne auf das menschliche Leben spekulierten oder gar die Zukunft anhand von Sternbeobachtungen vorhersagen wollten.

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
(Offenbarung 21,2)

Die Welt, wie wir sie kennen, wird einmal untergehen – aber nur um Platz zu machen für etwas ganz Neues und Wunderschönes. Vom neuen Himmel und der neuen Erde können wir mit unseren Erfahrungswerten uns keine rechte Vorstellung machen. Darum sprechen auch die Weissagungen der Bibel nur in Bildern davon, und selbst die erweisen sich als letztlich unzureichend.

Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.
(Psalm 38,10)

Dieses Stoßgebet könnte auch von Hiob stammen. Psalm 38 nämlich, in den dieser Satz eingebettet ist, nennt sämtliche körperlichen und seelischen Leiden, die man sich vorstellen kann: Von eiternden Wunden ist die Rede (V. 6), von Schmerzen (V. 18), Trauer (V. 7), Taubheit und Verstummen (V. 14), ja der gesamte Leib sei krank (V. 4). Mit dem Schicksal Hiobs verbindet sich das Problem der Sünde, das in diesem Psalm ebenfalls angesprochen wird (V.4-5.19). Wie hängt beides zusammen, Krankheit und Sünde? Kann, soll, darf es da überhaupt einen Zusammenhang geben? Einige Bibelausleger sind der Meinung, die in diesem Gebet genannten Schmerzen seien nur symbolisch zu verstehen. Die Beterin leide nicht an einer Krankheit, sondern an ihrer Schuld. Folglich gehe es in dem Psalm nicht um Heilung im wörtlichen Sinn, sondern um Vergebung.

Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.
Prediger 3, 11

Mitten im Leben

Alles hat seine Zeit: geboren werden und sterben ... abbrechen und bauen ... weinen und lachen ... umarmen und loslassen (Prediger 3, 1-8). Gott hat dem Menschen aber nicht nur die Zeit und damit die Vergänglichkeit zugemutet, er hat ihm auch eine Sehnsucht ins Herz gelegt, die über alles Zeitliche, Sichtbare und Vergängliche hinausgeht.

Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.
1. Johannes 4, 16

Prägnanter lässt sich die Beziehung zwischen Gott und uns Menschen kaum auf den Punkt bringen. Wer in den Kontext schaut, entdeckt drei Liebesbewegungen. Die erste und für alles Weitere entscheidende Bewegung der Liebe vollzieht sich von Gott zu uns Menschen. In der Sendung seines Sohnes Jesus Christus wird Gottes Liebe unüberbietbar und ein für alle mal sichtbar (V. 9). Die Richtung der Liebe ist dabei wichtig: „nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat“ (V. 10). Jeder Versuch, dieses umzudrehen, ist zum Scheitern verurteilt.

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!
Hosea 10, 12

Gibt es zum Thema „Gerechtigkeit“ noch etwas Neues zu sagen? Während politische Partien nicht müde werden zu versichern, dass sie sich programmatisch neu ausrichten, um Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, scheint in der Bevölkerung Ernüchterung eingekehrt zu sein: „Gerechtigkeit? Wo bitte soll es die denn noch geben? Das sind doch nur leere Phrasen. Am Ende geht es alles immer so weiter wie bisher.“

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



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