Es ist das Wort ganz nah bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.
5. Mose 30, 14

Das Leben als Christ könnte so einfach sein, würde Gott nur deutlicher zu mir sprechen! Würde er mir klar sagen welcher Partner der Richtige für mich ist, ich wäre der glücklichste Beziehungsmensch. Würde er mir sagen welcher Beruf oder welcher Arbeitgeber zu mir passt, ich würde mit Freuden morgens aus dem Bett kriechen und zur Tat schreiten. Würde es mir all meine Fragen beantworten, wie einfach wäre es für mich ein gottgefälliges und gutes Leben zu führen. Schade, guter Gott, dass du so oft schweigst.

Das Volk Israel hatte es während seiner 40-jährigen Wüstenwanderung mit einem sehr gesprächigen Gott zu tun. Er äußerte sich nicht nur in Zeichen und Wundern, sondern offenbarte seinen Willen ganz klar in den zwei Bünden, die er mit dem Volk im Lande Moab und am Berg Horeb schloss (Dtn 28,69). Als Gott am Ende dieser Wüstenzeit das Volk fragte, ob es nach alledem zu Gott gehören und seinen Willen befolgen wollte oder nicht, dürfte die Entscheidung dementsprechend leicht gefallen sein. Es war die Entscheidung, wie der HERR es selbst deutlich formulierte, zwischen Segen und Fluch, zwischen Leben und Tod. An diesem Punkt hätte die Bibel mit einem „Happy End“ aufhören können. Das Volk nimmt unter Josuas Führung das gelobte Land ein und lebt unentwegt unter dem Segen Gottes, der gesunde Familien, reichhaltige Ernten und andauernden Frieden verheißt. Es ist diese Stelle, an der Gott den Vers dieser Andacht spricht und dazu einlädt sein Wort zu halten und dadurch Leben zu empfangen. Doch leider endet die Bibel nicht an diesem Punkt. Es folgt Buch um Buch die Geschichte eines Volkes, das von Götzendienst, Ungerechtigkeit und Korruption nicht lassen konnte. Es ist die Geschichte der ganzen Menschheit, der es nicht gelingt Gottes Wort zu beherzen und der Sünde Stand zu halten (Röm 3,10ff). Gott könnte uns seinen Willen jeden Morgen neu in Großbuchstaben auf den Arm tätowieren, wir würden an seinem Wort genauso scheitern wie an der Einsicht, dass wir gesünder essen, sportlicher leben, leidenschaftlicher glauben und liebevoller mit Anderen umgehen sollen. Es ist zwar schön und gut wenn wir uns bemühen und Fortschritte erzielen, aber Sündlosigkeit liegt leider nicht in unserem Wesen: Das Schweigen Gottes war nie das Problem, sondern das Herz des Menschen.

Aus diesem Grund musste das Wort in Jesus selbst Fleisch werden (Joh 1,14) und für unsere Schuld sterben. Es war die einzige Chance, um die menschliche Geschichte des ewigen Scheiterns zu durchbrechen. Wer nach Gottes Willen für sich fragt, der sollte in erster Linie nicht an einen endlosen Frage-Antwort-Katalog denken, sondern an das große Ja-Wort Gottes an uns. Wer diesem Wort glaubt, dem ist es ganz nahe. Wer dieses Wort Im Munde  und im Herzen behält, der lebt im Bund mit Gott.

Markus Höfler
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Rektoratsassistent an der Theologischen Hochschule Elstal

Social Share:

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



Der Arbeitskreis Frauen lädt herzlich zum Frauenkulturabend am 14. September 2018 ein.

Es ist wieder soweit! Als Arbeitskreis Frauen im Landesverband NRW laden wir alle Frauen herzlich zum diesjährigen Frauenkulturabend ein. Frauenkultur blau Freitag, 14. September 2018 20.00 Uhr Evangelisch Freikirchliche Gemeinde Witten   Zu Gast wird Jutta Juchmann sein, Theaterpädagogin und Schauspielerin am Almagors Theatron Arnsberg. ...

08.08.2018


Sommerfestival voller Gottesmomente

Die Mischung aus tiefen Lebens- uns Glaubensfragen mit einem bunten Festivalprogramm und heißem Sommerwetter kam gut an und erzeugte eine ganz eigene Atmosphäre auf dem BUJU in Otterndorf..

08.08.2018

Fluchterfahrungen früher und heute

Das Thema „Flüchtlinge und Fluchterfahrungen“ ist kein neues Thema innerhalb des BEFG. Das wurde beim Studientag „Flucht und Trauma“ am 9.

24.07.2018