Monatsspruch für Januar 2016

Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
(2. Timotheus 1, 7)

Liebe Freunde und Geschwister der Gemeinde!

„Als direkte Kriegshandlung gebietet Allah seinen mujahidun, Schrecken in die Herzen der Ungläubigen zu werfen. Das ist nicht einfach eine unbedeutende koranische Reminiszenz sondern ein sehr klarer Auftrag, den Feind durch verschiedene Handlungen zu terrorisieren." In diesen Tagen hören und lesen wir viel über die Strategie militanter Islamisten. Sie begründen Terror aus ihrem Glauben. Und sie haben Erfolg. Angst und Schrecken hat viele Menschen erfasst. Auch im neuen Jahr 2016 wird Angst viele Menschen lähmen und zu Hass anstiften. Doch nicht nur Terroristen säen Angst und Schrecken. Entmutigung und Furcht waren schon immer sehr wirkungsvolle Waffen des Satan. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. Eph6,12f

Wir verzagen. Wir lassen uns erschrecken und einschüchtern. Der „Feind" will entmutigen! Und so kommt es, dass wir schweigen, wo wir etwas sagen sollten (2 Tim 1,8). So kommt es, dass wir nichts tun, wo wir handeln sollten (Apg 18,9). Timotheus brauchte persönliche Ermutigung. Wir auch! Mit Psalm 64,2 sollen wir beten: Herr, schütze mein Leben vor dem Schrecken des Feindes! Und ich stelle staunend fest, wie oft Gott uns ermutigt: Fürchtet euch nicht!

Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. (...) Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge. Matth 10,28.30-31 Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht! Matth17,7 Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben. Lk 12,32 Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! (...) Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Joh 14,1.27 Es sprach aber der Herr durch eine Erscheinung in der Nacht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht! Apg 18,9

Furcht, Verzagtheit oder Feigheit zeigen, dass ich es nicht wage, Gott zu vertrauen und zu gehorchen, dass ich es nicht wage, geistlich Widerstand zu leisten oder auf etwas zu verzichten. Furcht ist letztlich Sorge ums eigene Wohl, ist Ich-zentriert. Agape-Liebe ist dagegen die selbstlose Sorge um das Wohl des anderen, ist Du-zentriert. Wenn Furcht uns bestimmt, schweigen wir, wo wir reden sollten, sind gehemmt, wo wir frei handeln sollten, suchen Allianzen oder Verbündete, wo wir die eigene Meinung vertreten sollten; treten hart oder autoritär auf, wo wir freundlich und geduldig sein sollten.

Bill Hybels schreibt: „Jeden Tag treffen wir Entscheidungen, die zeigen, ob wir mutig oder feige sind. Wir wählen zwischen dem Richtigen und dem Einfachen, wir bleiben unseren Überzeugungen treu oder geben der Bequemlichkeit, der Habgier oder dem krankhaften Verlangen nach Anerkennung nach. Wir treffen die Entscheidung, ob wir ein durchdachtes Risiko auf uns nehmen oder uns in ein sicheres Schneckenhaus zurückziehen, in dem wir noch dazu geschützt unserer Passivität frönen. Wir entscheiden uns entweder dafür, an Gott zu glauben und ihm zu vertrauen, auch wenn wir nicht immer seine Wege verstehen, oder dafür, ihn zu hinterfragen und in Ecken des Zweifels und der Angst zu kauern. Derartige Entscheidungen müssen wir jeden Tag treffen. Sie erfordern schnelles Handeln. Wir begegnen ihnen so regelmäßig, dass wir sogar vergessen, sie zu treffen – und manchmal bemerken wir, dass wir mit dem Strom schwimmen, anstatt mutig Entscheidungen zu treffen." (Entfalte deinen Charakter, S.18)

Jeder Christ soll und kann mutig sein! Es ist also falsch, wenn ich denke oder sage: „Ich bin kein mutiger Mensch." Denn das sagen wir nicht von unserem Glauben, sondern von unserem Empfinden und Fühlen her. Wahr ist: Gott hat alle seine Kinder ausgerüstet mit dem Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Darum glaube: Ich kann mutig sein! Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater! Röm 8,15

Auch wenn Timotheus von Natur eher furchtsam war (1.Kor 16,10f), lässt Paulus diese Haltung nicht gelten. Paulus denkt nicht: Timotheus ist halt ein empfindsamer, furchtsamer Mensch. Nein! Hier sagt Paulus: „Du musst nicht so bleiben und leben, wie du bist! Du musst kein furchtsamer, ängstlicher Christ bleiben! Du sollst und kannst mutig, liebend und besonnen sein. Gottes stärkende Kraft steht auch dir zur Verfügung!" Gott hat uns einen Geist der Kraft gegeben! Wie nötig ist es, das von Herzen zu glauben.

Volkmar Janke; Pastor EFG Firrel

 

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