Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.
1. Korintherbrief 15, 42

Wer sich nicht vorstellen kann, wie eine Auferstehung der Toten aussehen soll, der kann sich vielleicht mit der Erkenntnis trösten: Bereits in den ersten Christengemeinden gab es Menschen, denen es ähnlich ging. Die Apostel hatten verkündigt: Am Ende der Weltgeschichte werden die Toten auferstehen, und zwar nicht, um irgendwann einmal wieder zu sterben, auch nicht, um als bloße Geister weiterzuexistieren, sondern um in einem neuen Leib ewig zu leben. Diese Erwartung hatten Jesus und seine Apostel vom Judentum ihrer Zeit übernommen. Für nicht-jüdische Christen aber war das schwer zu verstehen. Sollen wir im kommenden Reich Gottes etwa wieder dieselben Leiber tragen wie jetzt – aus Fleisch und Blut? Dann könnten wir in der kommenden Welt allerdings nicht ewig leben, denn Körper aus Fleisch und Blut sind notwendigerweise sterblich.

Jesus Christus spricht: Wachet!
Markus 13, 37

Wer glaubt, muss wach sein. Natürlich können auch glaubende Menschen nicht ohne Schlaf auskommen. Das sollen sie auch nicht. Guter Schlaf ist etwas Wunderbares. Und schöne Träume erhellen nicht nur die Nacht, sondern leuchten zuweilen sogar in den Tag. Aber das Kennzeichen von Christen ist nicht der Schlaf, sondern das Wachsein. Denn nur wer wach ist, ist bereit für Begegnungen. Wer schläft, bleibt immer bei sich. Das Wesen des Glaubens jedoch ist es, sich aus sich selbst herausrufen zu lassen. Um nicht mehr unentwegt um sich selbst zu kreisen, sondern dem auferstandenen Christus zu begegnen.

Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.
1. Korinther 7,23 

Paulus setzt mitten in der Lebenswelt seiner korinthischen Leser und Leserinnen ein. Er zeigt ihnen Lebensperspektiven von höchster Relevanz auf: Sie sind jetzt nicht mehr Knechte von Menschen, sondern Diener Christi. Wo moderne Übersetzungen meist von „Knechten“ sprechen, da geht es in der Antike eigentlich um „Sklaven“. Von ihnen gab es auch in der korinthischen Gemeinde etliche. Wenn nun jene Sklaven das Wort für „Herr“ hörten oder lasen, dann dachten sie wohl nicht zuerst daran, mit erhobenen Händen Christus als ihren Herrn zu preisen. Viel eher bedrückte sie der Gedanke an ihren allzu irdischen Besitzer. Für jene „Herren“ waren Sklaven nicht ein menschliches Gegenüber, sondern ein „Objekt“, ein „Besitz“, über den man mit mehr oder eher weniger Wertschätzung verfügen konnte. Warum wurden Menschen zu Sklaven? Einige verkauften sich selbst in die Sklaverei, um damit Schulden abzuzahlen.

Jahreslosung 2020

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“
Markus 9, 24

Wie passen diese beiden Worte: Glaube und Unglaube in einen Satz? Ist das eine nicht das Gegenteil vom anderen? Geht beides gleichzeitig: glauben und nicht glauben?

Und darf das überhaupt sein?

Gott ist treu.
1. Korinther 1, 9

Treue erwartet man von Ehepartnern und lobt sie an Hunden. Bei Menschen ist sie eine Tugend, bei Hunden beruht sie auf Dressur, die die natürlichen Instinkte des Tiers lenkt und formt. Es ist auch ein weises Wort, dass man sich selbst treu sein soll. Das kann in Konfliktsituationen bekanntlich sogar bedeuten, dass man anderen Menschen die Treue aufkündigen und seine eigenen Wege gehen muss. Wer allerdings nur noch sich selbst treu sein kann oder will, hat es aufgegeben, anderen Menschen zu vertrauen. Bei Treue geht es um Vertrauen zu einem Gegenüber, um Beziehung, die sich bewährt in einer gemeinsam erlebten Geschichte.

Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.
Jesaja 50, 10

Der Dezember ist der dunkelste Monat im Jahr. Es ist Nacht, wenn wir morgens aus dem Haus gehen und auch, wenn wir spätnachmittags nach Hause kommen. Das kann auf das Gemüt drücken. Dagegen hilft vielleicht eine Lichttherapie; im Winter noch dunkleren Skandinavien werden dafür ganze Räume und Hallen besonders erleuchtet, wo man sich im sonnenähnlichen Licht seelisch erholen kann – von der Dunkelheit draußen. Gegen das fehlende äußere Licht kann man also etwas tun. Aber was machen wir, wenn es um unsere Seele immer finsterer wird oder in unserer Gesellschaft und Welt?

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Hiob 19, 25

Das „aber“ am Beginn dieses Satzes lässt aufhorchen. Das Wort „aber“ stellt einen Gegensatz dar. Hiob widerspricht. So kennt man ihn: Hiob, der Rebell gegenüber Gott und seinen Freunden. Hiob, der leidenschaftliche Streiter gegen das ihm zu Unrecht zugefügte Leid. Doch wenn Hiob an dieser bestimmten Stelle „aber“ sagt, kommt noch etwas Anderes zum Vorschein, nämlich eine neue Perspektive: „Ich bin mit meinem Leid – trotz allem – nicht allein. Ich bin kein bedauerlicher Ausnahmefall. Wenn nur meine Geschichte aufgeschrieben würde, würde es jeder erkennen.“ Hiob steht exemplarisch für alle Menschen, die wie er unter dauerhaften, unerträglichen Schmerzen leiden. Und er steht dafür ein, dass mit diesem Leid noch nicht alles gesagt ist.

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



Ökumenisches Gebet in Zeiten der Corona-Krise

Guter und barmherziger Gott!In Zeiten von Verunsicherung und Krankheit kommen wir gemeinsam zu Dir und werfen alle unsere Sorgen auf Dich. Du schenkst uns neue Zuversicht, wenn uns Misstrauen und Unsicherheit überwältigen. ...

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